Die Geschichte des ÖKB Ortsverbandes St. Radegund
Der ÖKB-Ortsverband St. Radegund von 1953 bis heute
Eine der ersten bedeutenden Aktivitäten war die Errichtung des neuen
Kriegerdenkmales bei der Pfarkirche durch den aus St. Radegund stammenden, kriegsversehrten
Künstler Johann Pacher.
Das Denkmal, errichtet mit finanzieller Hilfe zahlreicher
Vereine der Pfarre sowie der Pfarrbevölkerung, konnte am 5. September 1954
eingeweiht werden, wozu 1.183 Kameraden aus 25 Ortsverbänden und insgesamt über
5.000 Gäste erschienen. Das 1954 vom Ortsverband angeregte, 41 Meter hohe
„Landesmahnmal" am Schöckl in Form eines Kreuzes wurde hingegen nicht
verwirklicht. Dafür wurde unter Obmann Peter Felberbauer im Rahmen der
Neuanschaffung des Kirchengeläutes die Mittlere Glocke mit 284 Kg, auf den Ton
c gestimmt, als „Heldenglocke" von den Kameraden gestiftet. In dieser Zeit
entwickelte sich auch die Institution der beliebten Ausflüge des ÖKB St. Radegund.
Eine wichtige Entscheidung fiel im Jänner 1962: Man beschloss, alle aus B-Gendarmerie und Bundesheer entlassenen Soldaten im Pfarrgebiet zu erfassen und einen von ihnen in den Vereinsausschuss zu wählen. Dieses Engagement führte dazu, dass bereits 1964 mehrere junge Kameraden dem Ortsverband neu beitraten. Diese Öffnung der Jugend gegenüber wurde nunmehr im Ortsverband zur bis heute gepflogenen, guten Tradition, die entsprechend positive Früchte trug und trägt. Auch aus den politischen Wirren, die während der 60er Jahre den ÖKB erfassten, hielt sich der Ortsverband St. Radegund heraus und verbot seinen Mitgliedern unter anderem 1965 das Tragen von Kriegsauszeichnungen, auf denen das Hakenkreuz abgebildet war.
Die bereits guten Beziehungen zu den anderen Vereinen des Pfarrgebietes, die sich durch die Mithilfe bei der Kriegerdenkmalerrichtung gefestigt hatten, wurden unter dem neuen Obmann Ing. Robert Abeska ab dem Jahr 1965 sowie unter Obmann Karl Zierler dem Älteren, 1970- 1973 und 1977.1986, weiter ausgebaut. Dazu kam ab dem Jahr 1976 die Initiative Sepp Schöberls, neue Jungkameraden anzuwerben. Bei der Jahreshauptversammlung 1977 konnte er bereits den Beitritt von 13 neuen Kameraden melden, der Ortsverband umfasste in diesem Jahr 163 Mitglieder, von denen 63 dem Reservistenstand angehörten und 100 den Ersten und/oder Zweiten Weltkrieg mitgemacht hatten. Schöberl war nach 1970 auch der erste Kamerad, der als Bezirksobmann-Stellvertreter eine hohe Funktion im Bezirk bekleidete, und auch diese Radegunder Tradition riss bis heute nicht ab, zuletzt von Kameraden Siegfried Sauseng als Bezirkskommandant und Bezirksobmann-Stellvertreter hochgehalten.
Der erste Kameradschaftsball im Kursaal fand übrigens am 10. Februar 1979 statt, und seitdem blieb dieser traditionsreiche Veranstaltungsraum immer die von der Bevölkerung geschätzte und bestens angenommene Balllokalität.
Besonderes Ereignis im Vereinsgeschehen der folgenden Jahre waren die Renovierung des Kriegerdenkmales im Jahr 1982, maßgeblich durch einen Flohmarkt finanziert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kameraden weiter an, 1983 wurden 188 verzeichnet, 1987 bereits 203, und die Mitgliederzahlen stiegen weiter.
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